Bit.Fall

WerktitelBit.Fall
Entstehungsjahr2016 - 2001
Künstler
Größe
    Maße variabel
Material/Technik
    Installation. Mobiles Wasserbecken, Lampen à 1000 Watt, Traverse, Pumpe, Steuereinheit
Kooperation/Produktionsbeteiligung/Forschungn/a
Eigentümer
    Kunstmuseum Wolfsburg
Medium/Werkform
Lichtquelle
Lichtoptische Faktoren
Wahrnehmung
Werkhistorie
2016AusstellungenBudapestMuseum LudwigLink
2012 - 2011AusstellungenWolfsburgAusstellung "Die Kunst der Entschleunigung", Kunstmuseum WolfsburgLink
2011VimeoLondonLink
2011AusstellungenNew YorkMoMALink
2004 - 2020AusstellungenLondonPermanente Installation seit 2016, DLR BrückeLink



Die in bit.fall durch die Wassertropfen sichtbar werdenden Worte werden permanent automatisch aus dem Internet (Tagesschau.de) herausgefiltert, wobei bestimmte und unbestimmte Artikel, Adjektive und Verben gelöscht werden und nur Substantive übrig bleiben, deren Reihenfolge des Erscheinens ein Zufallsgenerator bestimmt. In großer Höhe befindet sich eine zehn Meter lange Reihe zahlreicher, unter Wasserdruck stehender Ventile, die sich entsprechend der Worte generierenden Programmierung öffnen und schließen, sodass Worte aus Wasser der Schwerkraft folgend in ein Wasserbecken fallen.

Dieser maschinengesteuerte Informationswasserfall spitzt eine Erfahrung zu, der man täglich immer wieder aufs Neue begegnet. Er zeigt unmittelbar das Dilemma auf, in dem sich der Mensch im Zeitalter der Globalisierung befindet: Man klammert sich an jede neue Information, kaum dass sie entstanden ist – aber bereits im nächsten Moment wird diese durch die nächste Information überlagert, relativiert. Bedeutungen und Werte ändern sich rasch – für einzelne Personen wie für Kulturen. Was heute die Richtung angibt, kann morgen schon bedeutungslos sein. Es ist der Fluss der Zeit, der sich – dank der Maschinen – derart beschleunigt hat, dass er zu einem Wasserfall geworden ist. Dabei zeigt sich immer mehr, dass sich die verfügbaren Reaktionszeiträume für den Menschen umgekehrt proportional zur Informationsfrequenz entwickeln.  Holger Broeker

https://www.kunstmuseum-wolfsburg.de/sammlung/julius-popp/bit-fall/ (12.02.2020)

The moment when the water droplets leave the machine, the letters have already begun to dissolve, the information produced by the machine is valid only for a few seconds. The link to the internet actually means a link to culture, therefore whatever is running on the machine has current value in culture and is meaningful somehow. The machine is a symbol that these meanings or values can change very fast; things which are important to us today, can be completely different tomorrow.

— Julius Popp

https://www.illuminateproductions.co.uk/bitfall (12.02.2020)

Konzeption/Themen
Besondere Merkmale Kunstwerk