Monte Sant'Angelo

WerktitelMonte Sant'Angelo
Entstehungsjahr2015
Künstler
Größe
    Außenprojektion (Abwicklung): 27,5 x 27,5 m (B x H), Innenprojektionen (Abwicklungen): jeweils 27,5 x 20,5 m (B x H)
Material/Technik
    3 Beamer, mehrkanaliger Klang, Computer und Live-Elektronik
Kooperation/Produktionsbeteiligung/Forschung
    Hildesheimer Marketing GmbH
Eigentümer
    Eva-Maria Joeressen, Klaus Kessner
Medium/Werkform
Lichtquelle
Lichtoptische Faktoren
Wahrnehmung

Monte Sant‘Angelo wurde für und aus der baulichen Struktur sowie den spirituellen Grundlagen von Sankt Michaelis zu Hildesheim entwickelt. Sankt Michaelis - 1000-jährige Inkunabel der Romanik, Klosterkirche, Pfarrkirche, Heuschober, Ruine und Weltkulturerbe, gebaut nach Maß und Zahl, interpretiert als gefrorene Musik und Himmlisches Jerusalem, vielfach verändert, zerstückelt, zerstört und wiederaufgebaut, oszilliert in Monte Sant‘Angelo zwischen Beständigkeit und immerwährender Veränderung. Auf der Grundlage von weißen Lichtrechtecken und elektronischen Klängen entstehen innen wie außen statisch-dynamische Raum-Klang-Gebilde. Es erscheinen komplexe Auf- und Abbauten einer Licht-Klang-Architektur, die bekannte Kubaturen mit dynamischen Perspektiven und spirituellen Botschaften verbindet. Damit werden die Schiffe von Sankt Michaelis zu einem Transkriptorium bewegter Ewigkeit, die ihr Pendant bzw. ihren Rahmen in den statischen Aspekten der Querschiffe und Chöre findet. Die himmlische Stadt auf dem Berg ist Fakt und Mysterium zugleich. Sie scheint einfach und widersetzt sich doch der menschlichen Erkenntnisfähigkeit (Wahrnehmungsfähigkeit). Die Hochzeit aus Ort, Licht, Material, Form, Bewegung und Klang gebiert die Stadt aus Licht. Monte Sant‘Angelo wurde in Echtzeit durch ein von joeressen+kessner entwickeltes Computerprogramm realisiert. Parameter, Regeln, Verknüpfungen und Grenzen sind gesetzt, die konkrete Gestalt aber wiederholt sich in ihrer augenblicklichen Form nie.

http://www.joeressenkessner.de/index.php/joeressenpluskessner/articles/msta.html (21. 10. 2018)

Konzeption/Themen
Besondere Merkmale Kunstwerkn/a