Licht-Raum-Modulator (Lichtrequisit einer elektrischen Bühne)

WerktitelLicht-Raum-Modulator (Lichtrequisit einer elektrischen Bühne)
Entstehungsjahr1922 - 1930
Künstler
Größe
    201,7 x 78,8 x 69,7 cm
Material/Technik
    Drei bewegliche, auf einer rotierenden Scheibe angeordnete Konstruktionen aus Metall und Glas
Kooperation/Produktionsbeteiligung/Forschungn/a
Eigentümern/a
Medium/Werkform
Lichtquelle
Lichtoptische Faktoren
Wahrnehmungn/a
Werkhistorie
2015YoutubeCambfridgeLászló Moholy-Nagy’s Light Prop for an Electric Stage (Light-Space Modulator), 1930 Harvard Art MuseumsLink
Dokumente (Anhänge)Link



Dieses Lichtrequisit ist ein Apparat zur Demonstration von Licht- und Bewegungserscheinungen. Das Modell besteht aus einem kubischen Kasten, 120x120cm, mit einer kreisrunden Öffnung (Bühnenöffnung) auf der Vorderseite. Um die Öffnung herum, auf der Rückseite der Platte, sind eine Anzahl gelb-, grün-, blau-, rot-, weißfarbiger elektrischer Glühbirnen montiert (ca. 70 Illuminationsbirnen von je 15 Watt und 5 Stück Scheinwerferbirnen je 100 Watt.) Innerhalb des Kastens, parallel zu der Vorderseite, befindet sich eine zweite Platte, ebenfalls mit einer kreisrunden Öffnung, worauf auch um die Öffnung herum die verschiedenfarbigen elektrischen Glühbirnen montiert sind. Einzelne Glühbirnen leuchten auf Grund eines vorbestimmten Planes an verschiedenen Stellen auf. Sie beleuchten einen kontinuierlich sich bewegenden Mechanismus, der teils aus durchscheinenden, teils aus durchsichtigen, teils aus durchbrochenen Materialien aufgebaut ist, um möglichst lineare Schattenbildungen auf der Hinterwand des geschlossenen Kastens zu erzielen. (Wenn die Vorführung in einem verdunkelten Raum vor sich geht, kann die Kastenrückwand entfernt und die Farben- und Schattenprojektion hinter dem Kasten auf einem beliebig großen Schirm vorgenommen werden.) Der Träger des Mechanismus ist eine kreisrunde Platte, worauf ein dreiteiliger Mechanismus aufgebaut ist. Die Trennwände bestehen aus durchsichtigem Zellon und aus einer Metallwand, die durch vertikale Stäbe gebildet ist. Jeder der drei Sektoren des Rahmens enthält ein Bewegungsspiel, das jeweilig in Tätigkeit tritt, wenn es auf der sich drehenden Grundscheibe vor der Bühnenöffnung erscheint. Das Bewegungsspiel des ersten Sektors: Drei Stäbe bewegen sich schaukelnd (da Eckengrundriß und Bodengrundriß etwas Verschiedenes sind) auf einer endlosen Bahn. Auf den drei Stäben sind verschiedene Materialien, durchscheinender Siebstoff, parallele Horizontalstäbe und Maschendraht montiert. Das Bewegungsspiel des zweiten Sektors: In drei hintereinanderliegenden Ebenen befindet sich eine große Aluminiumscheibe unbeweglich; davor eine kleinere vernickelte und polierte Messingscheibe, durchlöchert, die sich auf- und abbewegt; währenddessen - zwischen den beiden - eine kleine Kugel auf einer Achterbahn geschleudert wird. Das Bewegungsspiel des dritten Sektors: ein Glasstab, worauf eine Glasspirale aufgewickelt ist. Diese beschreibt eine der großen Scheibe entgegengesetzte Kegelbewegung. Die Spitze des Kegels berührt den Boden, der aus einer schräggestellten sektorförmigen Glasscheibe besteht. Diese schwebt über einer spiegelnden kreisrunden Platte. Das Lichtrequisit könnte zu zahlreichen optischen Feststellungen ausgewertet werden, und es scheint mir richtig, diese Versuche planmäßig weiterzuführen als Weg zur Licht- und Bewegungsgestaltung. L. Moholy-Nagy

http://www.medienkunstnetz.de/werke/licht-raum-modulator/

Konzeption/Themen
Besondere Merkmale Kunstwerk