Timm Ulrichs

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Mann
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Weitere Artikel auf artmagazine.cc: Käthe-Kollwitz-Preis 2020 geht an Timm Ulrichs


Auszeichnungen
Preis2001Niedersächsischen Staatspreis (2001).Land NiedersachsenHannover, Germany
Preis1998Konrad-von-Soest-PreisLandschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)Münster, Germany
Preis1985Will-Grohmann-PreisAkademie der Künste in BerlinBerlin, Germany


Ausstellungen
Einzelausstellung2015Bei Licht besehenLVM Versicherung Münster / Kulturfläche im KristallMünster, Germany
Einzelausstellung2010Timm Ulrichs. Blick zurück nach vornMuseum Ritter, WaldenbuchWaldenbuch, Germany
Gruppenausstellung2010Der Westen leuchtetKunstmuseum BonnBonn, Germany
Einzelausstellung2010 - 2011Betreten der Ausstellung verboten! Timm Ulrichs. Werke von 1960 bis 2010Sprengel Museum Hannover und Kunstverein HannoverHannover, Germany
Gruppenausstellung2002IconoclashZKM Zentrum für Kunst und MedientechnologieKarlsruhe, Germany
Einzelausstellung1984TotalkunstWilhelm-Hack-MuseumLudwigshafen, Germany
Retrospektive1970TotalkunstMuseum Haus LangeKrefeld, Germany
Gruppenausstellung1969Konzeption – ConceptionStädtisches Museum LeverkusenLeverkusen, Germany
Gruppenausstellung1969Poesia ConcretaBiennale von VenedigVenedig, Italy


2019
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Arbeitsorte / Ateliers

Timm Ulrichs lebt und arbeitet in Hannover und Münster

2019
1972 - 2005
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Forschung und Lehre

Münster, Germany
Professor für Bildhauerei und Totalkunst an der Kunstakademie Münster.

1972 - 2005
1969
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Projekte

Hannover, Germany
Timm Ulrichs gründet im Jahr 1969 eine "Kunstpraxis (Sprechstunden nach Vereinbarung)"

1969
1961
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Projekte

Hannover, Germany
Timm Ulrichs gründet im Jahr 1961 die "Werbezentrale für Totalkunst & Banalismus" mit "Zimmer-Galerie & Zimmer-Theater".

1961
1959 - 1966
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Ausbildung

Hannover, Germany
In den Jahren 1959-1966 studierte Timm Ulrichs an der Technischen Hochschule Hannover Architektur. Im Jahr 1966 bricht Ulrichs das Studium der Architektur ab.

1959 - 1966
1959
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Projekte

seit 1959 betreibt TIMM ULRICHS in Hannover eine "Werbezentrale für Totalkunst". Er propagiert, projektiert und produziert Totalkunst-Objekte, -Szenen, -Landschaften, -Expeditionen, Totalpoesie, Totalmusik, Totalfilm, Totaltheater. Sich selbst bezeichnet er als "Totalkünstler“ als "das erste lebende Kunstwerk".
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1959
1940
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Geboren

Berlin, Germany

1940

„Totalkunst ist das Leben selbst“

Timm Ulrichs künstlerische Spezialität ist das Wörtlichnehmen von Begriffen, Handlungen und kulturellen Konventionen. Sprachliche Formulierungen, Sinnbilder und Metaphern, aber auch symbolhafte Praktiken aus Kunstwelt und Alltagsleben, verdreht er zurück zu ihrer buchstäblichen Bedeutung und – in bester Dadaistenmanier – meist noch eine Windung weiter ins Absurde. Auch wenn seine Werke beim ersten Blick oft ein Schmunzeln oder Entrüstung provozieren, ist Ulrichs Hauptanliegen nicht der Gag oder die Provokation an sich. Ihm geht es viel mehr um die gründliche Erschütterung unreflektierter Gewohnheiten und Rituale des Sehens, Sprechens und Denkens.

Seit 1959, als er in Hannover seine „Werbezentrale für Totalkunst, Banalismus & Extemporismus“ gründete, arbeitet er mit Witz und Widerspruchsgeist an der konsequenten Umsetzung einer absoluten Verschmelzung von Kunst und Leben. Ansatz- und Kulminationspunkt zugleich ist dabei häufig er selbst: In seinem Ich, seinem Körper, seiner Rolle auf dem Kunstmarkt und in der Kunstgeschichte erhält für ihn das kulturelle Konstrukt „Kunst“ konkrete Gestalt. 1961 entwirft er das Projekt einer Selbstausstellung als „erstes lebendes Kunstwerk“, eines der frühesten Beispiele für Konzeptkunst. Diesen damals Tabu brechenden Gedanken greift er in den Folgejahren immer wieder auf und lotet ihn mit geradezu gnadenloser Konsequenz bis in seine feinsten Fassetten aus.

Ebenso breit wie sein Themenspektrum ist die Palette der künstlerischen Techniken und Medien, die er für die Umsetzung und Vermittlung seiner Ideen einsetzt: Er konzipiert und produziert Arbeiten auf Papier und Haut; Texte, Skulpturen, Objekte, Installationen, Ereignisse und Skandale; Unikate ebenso wie Multiples. Neben vielen anderen künstlerischen Kategorien von der Ich-Kunst bis hin zur Placebo Art entwickelt er in den 60er Jahren die so genannte „Lumineszenz-Kunst“ mit fluoreszierenden Leuchtsubstanzen. Unter anderem eingesetzt als Basis „integraler Totalkunst-Landschaften“ verweist dieses bis dahin in der Kunst unübliche Material auf das zentrale Prinzip von Ulrichs künstlerischem Schaffen: „Kunst ist Leben, Leben ist Kunst“. Kraft seiner in Objekten und Aktionen materialisierten Ideen zielt er auf die Überwindung des zeitlich, örtlich und kulturell begrenzten Raums von Museum und Galerie. Die traditionsgemäß überzeitliche – „ewige“ – Gültigkeit der Kunst interpretiert er um in ein „immer da“. Ulrichs Kunst will nicht nur überall sein, sondern das auch noch rund um die Uhr.

https://kunst.celle.de/Sammlung/Timm-Ulrichs- (29.11.2019)

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Blinker II. Ein Lichtspieltheater photo Blinker II. Ein Lichtspieltheater 2010 Timm Ulrichs 
Zwei, zu zweit photo Zwei, zu zweit 2008 Timm Ulrichs