Andreas Schmid

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Initiativen/Projekte
Institutionen/Museen


Auszeichnungen
Förderung2010Open Academy 2010Berliner SenatVietnamzusammen mit der Künstlerin Veronika Radulovic
Stipendium20003-monatiger Arbeitsstipendium des Kulturfonds BerlinChinati FoundationMarfa, Texas
Stipendium1983 - 1986Arbeitsstipendium des Kulturfonds BerlinKunstakademie in HangzhouHangzhou / VR ChinaStudium chinesische Kalligraphie, Kalligraphiegeschichte, Siegelschneiden


Ausstellungen
Gruppenausstellung2017Revolution in Rotgelbblau - Gerrit Rietfeld und die zeitgenössische KunstMARTaHerford
Kollektivprojekt2016Vis-à-Vis mit Adolf FleischmannDaimler Kunstsammlung, Haus HuthBerlin
Gruppenausstellung2015Kunst-Werte-GesellschaftAkademie der KünsteBerlin
Gruppenausstellung2015Wir können auch anders!Museum gegenstandsfreier KunstOtterndorf
Einzelausstellung2007OrteHaus am LützowplatzBerlin
Gruppenausstellung2002Sieben Stücke für einen Raum, Raumarbeit in Kooperation mit der Komponistin Isabel MundryDaimlerChrysler ContemporaryBerlin
Einzelausstellung2000L`architecture, l`espace construitCentre d‘Art PasserelleBrest
Projekt1998Zwischen ZeitenSchloß RheinsbergRheinsbergAudiovisuelles Projekt mit dem polnischen Komponisten Macieij Zoltowski


Bibliograpie
Monographisch2009Andreas Schmid Lichtungen_ClearingsWerner EsserNürtingen Stiftung Domnick
Gruppenkatalog2012Jovis VerlagGruppe Gleis-Drei-Eck BerlinBerlin Marvin Altner, Francine Eggs, Andreas Bicini
Gruppenkatalog2015Revolver VerlagDreams of Art Spaces CollectedBerlin Dorothee Albrecht, Andreas Schmid, Moira Zoitl
MonographischDaimler Art CollectionAndreas Schmid. Licht als Zeichnung im RaumStuttgart Renate Wiehager


Forschung & Lehre
Gast/Vertretungsprofessur2005 - 2018Universität Paderborn, Fakultät für Kulturwissenschaften, FB Kunst, Bereich BildhauereiPaderborn
Lehrauftrag/Dozent2018 - 2018General Applied Studies –Fine ArtsSRH Hochschule, BerlinBerlin


1974 - 1985
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Ausbildung

Stuttgart/Beijing/Hangzhou, Deutschland/China
1974 – 1981 Studium an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart 1983 – 1984 Studium der chinesischen Sprache am Spracheninstitut in Beijing 1984 – 1985 Studium der chinesischen Kalligraphie, der Kalligraphie- und Kunstgeschichte sowie des Siegelschneidens an der Kunstakademie Zhejiang in Hangzhou

1974 - 1985
- 1955
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Geboren

Stuttgart, Deutschland

- 1955

Andreas Schmid​: Präzision und Offenheit - Mit Räumen zeichnen, 2015
Ich verstehe meine Gedanken zum Thema »Präzision und Offenheit – mit Räumen zeichnen« als einen Diskussionsbeitrag zur Erörterung des aktuellen Zeichenbegriffs. Meine Ausführungen mache ich als Künstler, der sich seit längerer Zeit mit dem Begriff der Zeichnung und ihrer Ausdehnung in den Raum auseinandersetzt. Für mich spielt in diesem Zusammenhang der Begriff des »zeichnerischen Denkens« eine wichtige Rolle. Arbeiten, die in diesem Zusammenhang entstehen, unterscheiden sich von denjenigen aus Welten, die eher von einem malerischen oder einem skulpturalen Denken geleitet sind. Zeichnen mit dem Raum heißt Einbeziehung des Raumes oder der Funktion eines Raumes in eine Arbeit, die von zeichnerischem Denken geprägt ist. Das Ergebnis zeigt sich an Wänden, Decken, Böden oder in der Durchdringung des gesamten Raumes oder des Außenraumes. Es geht mir nicht um abgeschlossene, hermetische Arbeiten an einer Wand oder einem Wandteil, die sogenannten »wallpaintings«, sondern um solcherlei Arbeiten, in denen zusätzlich die Umgebung auf verschiedenartige Weise in das Ergebnis eingebunden ist. Die Zeichnung im Raum muß nicht auf eine tastbare Körperlichkeit verzichten, die das Werk zu einem wirklich plastisch-räumlichen macht; sie kann aber auch durch die Immaterialität des Lichts gebildet werden. Zeichnungen mit dem Raum haben, wie oben erwähnt, eine bestimmte Art zu denken zur Voraussetzung. Dieses Denken kann selbstverständlich nicht dogmatisch festgelegt werden. Es ist jedoch möglich, einige Komponenten zeichnerischen Denkens zu benennen.
Zunächst ist es die ›Prozeßhaftigkeit‹, die in den Arbeiten sichtbar bleibt. Die technische Umsetzung ist nahezu ablesbar, wird nachvollziehbar. Außerdem spielt der Prozeß des Betrachtens eine wesentliche Rolle bei der Erfassung des Kunstwerkes, d.h. es besteht aus einzelnen Teilen, die durch den Betrachter zusammengefügt werden. Zu dieser Prozeßhaftigkeit gesellt sich gleichzeitig die Komponente einer visuellen Offenheit hinzu. Die Arbeiten sind nicht abgeschlossen oder hermetisch. Ihre visuelle Grundlage sind Linien und lineare Strukturen. Die Linie schwankt zwischen sinnlicher Beschreibung eines Gegenstandes und der daraus erwachsenden abstrakten Erkenntnis. Derartig rein grafische Linien repräsentierten früher eine allgemeingültige Form, die von allem unnötigen Beiwerk oder Einzelheiten gereinigt war, auf welche die sinnliche Wahrnehmung der Gegenstände sonst stößt. Heute kann man nicht mehr von der Gültigkeit der Reinheit der Linie sprechen. Sie ist gebrochen. Ihre lineare Struktur oszilliert zwischen präziser Schärfe und Offenheit. Ein weiteres Merkmal zeichnerischen Denkens ist eine ›musikalische Komponente‹. Sie wird im Zusammenspiel von Form und Raum wirksam, das oft eigene charakteristische Klänge stimuliert. Das ›Prozessuale im Verlauf der Zeit‹ läßt sich auch bei einigen Arbeiten, in denen die Veränderung des natürlichen Lichtes eine Rolle spielt, beobachten.

http://www.andreasschmid.info/index.php?l=lb&w=t

Besondere MerkmaleMedia Art / Elektronische Medien
Weitere
Treibholz photo Treibholz 2003 Andreas Schmid