Zdeněk Pešánek

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Institutionen/Museen Literaturliste
Institutionen/Museen Kunsthalle Praha: Projekt "Transformace" mit Federico Díaz


Ausstellungen
Gruppenausstellung2006 - 2007The Art of LightZKMKarlsruhe
Retrospektive1996 - 1997Zdeněk Pešánek 1896/1965National Gallery, Guggenheim Museum, Centre PompidouPrag, New York, ParisKopien von Pešánek Arbeiten realisiert von Federico Díaz
Einzelausstellung1996Zdeněk Pešánek – Světelné plastikyCharles Square GalleryPrag
Einzelausstellung1996Pocta Zdeňku Pešánkovi (Pavel Opočenský / Stanislav Zippe)Felix Jenewein GalleryKutná Hora
Gruppenausstellung1996 - 1997Jitro kouzelníků (Umění, věda, společnost na přelomu tisíciletí) [Dawn of the Magicians? (Art, Science, Society on the Turn of Milleniums)]National GalleryPrag
Gruppenausstellung1983 - 1984ElectraMusée d'Art Moderne de la Ville de ParisParis
Einzelausstellung1969Zdeněk Pešánek – Světelné plastikyBenedikt Rejt GalleryLouny
Gruppenausstellung1956Technology of TomorrowNational Technical MuseumPrag
Gruppenausstellung1939 - 1942Krásné světlo [Beautiful Light]Museum of Decorative ArtsPrag
Gruppenausstellung1937World ExpositionQuai d'OrsaiParis
Einzelausstellung1936Zdeněk Pešánek – Světelné plastikyMuseum of Decorative ArtsPrag


Bibliograpie
Monographisch1941Akademie múzických uměníKinetismusZdeněk Pešánek978-80-7331-232-9Prag 
Monographisch1996Narodni GalerieZdeněk Pešánek : 1896 - 1965; Veletržni Palác, [21.11.1996 - 16.2.1997]Pešánek, Zdeněk [ Illustrator/In ] ; Zemánek, Jiří8070351179Prag Národní Galerie v Praze; Národní Galerie v Praze Sbírka Moderního Umění
Monographisch1966National GalleryZdeněk Pešánek, 1896-19658070351233Prag National GalleryWith text by Jiří Zemánek


1965
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Gestorben

Prag, Tschechische Republik

1965
1941
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Publikationen

Prag, Tschechische Republik
Kinetismus, Zdeněk Pešánek, Akademie múzických umění, 978-80-7331-232-9

1941
1918 - 1923
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Ausbildung

Prag, Tschechische Republik
Bildhauerei und Medaillenherstellung an der Akademie der bildenden Künste mit Jan Štursa

1918 - 1923
1914 - 1917
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Ausbildung

Hořice, Tschechische Republik
Studium der Bildhauerei bei Prof. Dr. Kocian

1914 - 1917
1896
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Geboren

Kutná Hora, Tschechische Republik

1896

Pionier des Lichtkinetismus

von Michael Bielicky Düsseldorf Juli 1997

Folgen wir der Aussage von Vilem Flusser, "alle Revolutionen sind technische Revolutionen", dann sind auch alle Revolutionen in der Kunst eng mit Revolutionen der Technik verbunden. Ob es der Eiserne Vorhang" oder einfach Desinformation der Kunsthistoriker war, was es verhindert hat, daß Zdenek Pešánek einem breiteren Publikum vorgestellt werden konnte, soll dahingestellt bleiben. Fest aber steht, daß er in den zwanziger und dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts eine neue Kunstrichtung prägte, die mit der Anwendung moderner Technologie eng verbunden war. Das tat er in Forrn von Kunstwerken und in theoretischen Schriften.

Pešáneks Oberbegriff für sein Schaffen heißt "Kinetismus". So nennt er auch sein 1941 in Prag erschienenes Buch. Wie er zur Einführung erwähnt, basiert dieses in jener Zeit einzigartige und erste Buch über Kinetismus auf seinen unveröffentlichten Texten aus den zwanziger Jahren. Pešáneks Vision von der Ablösung der traditionellen Disziplinen der bildenden Kunst durch die mit der technischen Entwicklung eng verbundene Neue Kunst hat nach siebzig Jahren nichts an Kraft und Aktualität verloren. Obwohl er seine Ausbildung in der klassischen Bildhauerei bei Prof. Stursa an der Akademie der bildenden Künste Prag absolviert, interessiert er sich für Architektur, für deren Beziehung zur modernen Plastik, für die Einbeziehung des künstlichen Lichts und schließlich für die "lichtkinetische Plastik". Pešánek, in den zwanziger Jahren von den Prinzipien des Konstruktivismus und Futurismus beeinflußt, sieht in ihr die Erweiterung der räumlichen Dimensionen um die der Zeit. Durch das "Atmen" des Lichts werden Zeit und Rhythmus in die Plastik aufgenommen.

Die von Frank Popper realisierte Ausstellung "Lumiere et Mouvement", 1967 in Paris, hat fast fünfzig Jahre später diese Kunstrichtung salonfähig gemacht. Die damals eingeladenen Künstler sollten Arbeiten präsentieren, die sich durch Bewegung und künstliches Licht auszeichneten. So wie manche von ihnen benutzte Pešánek das Neonlicht, doch schon vierzig Jahre früher und als erster. Sein Interesse galt nicht nur den materiellen, sondern auch den immateriellen lichtkinetischen Skulpturen. Zu solchen zählte er zum Beispiel Feuerwerk, Flugabwehr, Beleuchtung der Architektur, die Lichtfontäne und auch die Kombination dieser Elemente. Weiter forschte er über die Beziehung des Lichts und der Musik und realisierte zwischen 1922 und 1928 seine "Farbklaviere". Mit solchem Instrument wurden 1928 in der Prager Smetana-Halle Klavierstücke von Skriabin aufgeführt.

Nur wenige seiner Projekte konnte Pešánek realisieren und noch wenige rArbeiten sind erhalten geblieben. In seinem Buch sieht er im Lichtkinetismus nicht nur eine radikale Wende in der bildenden Kunst in bezug auf eine neue ästhetische Ausdrucksforrn, eine neue Technologie und die Einbeziehung der Zeit in die Plastik, sondern auch eine neue soziale Funktion.

http://2016.emaf.de/emaf.de/_emaf/www.emaf.de/1991/zdenek.html (16.01.2020)

Besondere MerkmaleWeitere
Edisonka photo Edisonka 1926 Zdeněk Pešánek 
Spectrophone photo Spectrophone 1924 Zdeněk Pešánek 
Sto let elektřiny (One Hundred Years of Electricity) photo Sto let elektřiny (One Hundred Years of Electricity) 1932 Zdeněk Pešánek