Carsten Nicolai

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Mann
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Auszeichnungen
Preis2001Golden Nica, Linz (polar installation with marko peljhan)Ars ElectronicaLinz


Ausstellungen
Einzelausstellung2016Carsten Nicolai, PolylitKunstmuseum StuttgartStuttgart
Gruppenausstellung2016mam screen 003: crossing visionsMori Art MusuemTokyo
Einzelausstellung2015Carsten Nicolai, unitapeKunstsammlungenChemnitz
Gruppenausstellung2013soundings: a contemporary scoreMoMANew York, USA
Einzelausstellung2005Carsten Nicolai, syn chronNeuen NationalgalerieBerlin, Bern und Yamaguchi (Japan)


Bibliograpie
Monographisch2015Verlag GestaltenCarsten Nicolai: Parallel Lines Cross at Infinity9783899555974Berlin Gerd Harry Lybke, Carsten Nicolai


2019
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Wohnorte

Berlin, Dresden
Carsten Nicolai lebt und arbeitet in Berlin und Dresden.

2019
2015
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Projekte

Berlin, Deutschland
2015 war Carsten Nicolai als Alva Noto gemeinsam mit Ryūichi Sakamoto für die Filmmusik von The Revenant – Der Rückkehrer verantwortlich. Der Soundtrack wurde bei den Golden Globe Awards 2016 in der Kategorie Beste Filmmusik nominiert.

2015
2010
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Projekte

Berlin, Deutschland
2010 arbeitete er unter seinem Pseudonym Alva Noto mit Blixa Bargeld (Einstürzende Neubauten) an dem Projekt ANBB. Erschienen ist bisher eine EP mit dem Namen Ret Marut Handshake sowie das Album Mimikry.

2010
2010
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Projekte

Frankfurt, Deutschland
Im Oktober 2010 präsentierte Nicolai im Rahmen eines Events anlässlich der Ausstellung Not in Fashion. Mode und Fotografie der 90er Jahre im Museum für Moderne Kunst (MMK) in Frankfurt am Main seine Licht- und Tonkunst zusammen mit Modeschöpfungen des Dresdners Kostas Murkudis.

2010
1994
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Projekte

Chemnitz, Deutschland
1994/1995 gründete Nicolai das Label noton.archiv für ton und nichtton, das aufgrund sehr ähnlicher inhaltlicher Ausrichtungen 1999 mit dem Chemnitzer Label raster music als raster-noton zusammenging.

1994
1985 - 1990
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Ausbildung

Dresden, Deutsche Demonkratische Republik
Von 1985 bis 1990 studierte Nicolai Landschaftsarchitektur an der Technischen Universität Dresden.

1985 - 1990
1965
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Geboren

Karl-Marx-Stadt, Deutsche Demonkratische Republik

1965

Mit seinen Arbeiten überwindet Carsten Nicolai die Trennung sensorischer Wahrnehmungsformen. Sound wird sichtbar gemacht, Lichtfrequenzen werden gehört. Klang, Licht, Zeit und Raum sind Eckpunkte der Arbeiten des Künstlers, der weder politische Kunst macht noch einen selbstreflexiven Diskurs über Kunst führt, sondern erforschend zu Grenzbereichen der Wahrnehmung vordringen will, von denen wir uns keine Vorstellung machen und die nichts desto trotz auf uns wirken. Nicolai ist in seiner Kunst experimentell in wissenschaftlichem Sinne. Er formuliert präzise Bedingungen, räumt weg, was unnötig ist, definiert Umgebungen, denen seine Kunstwerke entwachsen: manchmal durch den Einfluss des Publikums, manchmal durch Momente der Störung, der Unschärfe oder des Zufalls im System. Selbstorganisierte Prozesse, wie beispielsweise die Bildung von Schneeflocken in der Luft aufgrund von Unreinheiten und Störungen, faszinieren ihn. Durch das Entstehungsmoment der Selbstorganisation und des Zufalls tritt er als Künstler in den Hintergrund, er vermeidet die Personifizierung seiner Kunstwerke. Diese stehen für sich.

Angefangen hat Carsten Nicolai mit der Malerei. Zunächst ganz klassisch Öl auf Leinwand, dann jedoch beginnt mit der Erforschung neuer künstlerischer Möglichkeiten auch die Suche nach anderer, seine Vorhaben unterstützender Materialität. Die herkömmliche Leinwand weicht transluzenten Polyesterrahmen, in denen sich das eintreffende Licht bricht, wodurch Farbe im Bild erzeugt wird. Auf Lautsprechern platzierte, mit Flüssigkeit gefüllte Becken werden mit digital bearbeiteten Soundmustern bespielt und bilden auf ihrer Oberfläche Frequenzmuster ab. In einer Glasröhre werden durch die Explosion eines Gasgemischs 334 Meter pro Sekunde – die Geschwindigkeit von Sound – sichtbar gemacht. Auf seinem Label raster-noton veröffentlicht der Künstler unter dem Pseudonym “alva noto” Soundarbeiten, entworfen mit einem Editing Programm, das nicht in Realtime arbeitet und in dem Sound folglich visuell entworfen werden muss. Seine Arbeit am Sound versteht Carsten Nicolai als visuelle Arbeit, er macht nicht Musik, sondern bezeichnet sich als visueller Komponist.

http://www.castyourart.com/2009/04/01/carsten-nicolai-alva-noto-spaces-in-between/ (17. 06. 2019)

Besondere MerkmaleLight & Sound
Fades photo Fades 2006 Carsten Nicolai 
Unicolor photo Unicolor 2014 Carsten Nicolai