Loïe Fuller (Marie Louise Fuller)

ZuordnungKünstler_in
Frau
Verbundene Person(en)
URLsWikipedia
Rezension “La Loïe” as Pre-Cinematic Performance – Descriptive Continuity of Movement, Senses of Cinema
Weitere Eine Wegbereiterin des modernen Tanzes, Deutschlandfunk Kultur
Weitere Loie Fuller Grenzgängerin des Tanzästhetischen (1)
Weitere Pioneering Dancer Loïe Fuller Brought Art Nouveau to Life


Ausstellungen
Projekt1927Shadow BalletLondon. England
Projekt1920Le lys de la vieThéâtre de l’Opéra de ParisParis, France
Projekt1907La tragedie de SalomeThéâtre des ArtsParis, France
Projekt1897La Danse du Feu (Fire Dance)Folies-BergèreParis, France
Projekt1892Serpentine Dance /SerpentinentanzMadison Square TheatreNew York, USA


Bibliograpie
Monographisch1989Rombach Druck- und Verlagshaus (1. Januar 1989)Loie Fuller. Tanz, Licht-Spiel, Art NouveauGabriele Brandstetter, Brygida OchaimISBN-10: 3793090523Freiburg i.Br. Gerhard Neumann , Günter Schnitzler


1928
Picture

Gestorben

Paris, Frankreich

1928
1904
Picture

Projekte

1904 stellt Loie ihren neuen "Radium Dance" vor, der durch den Einsatz fluoreszierender Substanzen, mit denen sie ihr Serpentinenkostüm bemalt hat, Originalität erhält. (11)
LINK

1904
1900
Picture

Projekte

Paris, France
Zur großen Weltausstellung konnte Loïe Fuller sich in Paris ein eigenes Theater bauen lassen

1900
1893
Picture

Projekte

1893 lässt Loie ihr Kostüm, sowie ihre "Bühnenvorrichtung zur Erzeugung von Illusions-effekten" zum Schutz gegen Nachahmerinnen in Frankreich und Großbritannien, 1894 dann auch in den USA, patentieren.
LINK

1893
1892
Picture

Projekte

New York, USA
Im Jahr 1892 zeigt Marie Louise Fuller in New York den Serpentinentanz, das erste multimediale Gesamtkunstwerk aus Licht, Bewegung und Musik.
LINK

1892
1862
Picture

Geboren

Fullersburg, Illinois, USA
Marie Louise Fuller wird 1862 in Fullersburg geboren und beginnt ihre Karriere als Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin an Burlesque- und Vaudeville-Theatern.

1862

Biografie

Mit den meterlangen wirbelnden Seidenstoffmassen, die sie wie Wellen, Flügel, Blütenblätter einhüllten und unter denen ihr Körper fast völlig verschwand, schuf die Amerikanerin Loïe Fuller zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine völlig neue Form des Tanzes, die sich abwandte von der artistischen Präzision des klassischen Balletts und nur noch Bewegung und Verwandlung war. Sie erzählte keine romantischen Geschichten mehr, sondern schuf sinnliche Eindrücke. Ihre Tänze trugen so einfache Titel wie: Lotos, Schmetterling, Wolke, Feuer, und später noch abstrakter: Licht und Schatten, und wirkten wie leichtfüßige, fast zufällige Improvisationen, obwohl sie das Produkt höchster Präzision und körperlicher Schwerstarbeit waren (über vier Meter hoch ließ sie die Stoffe an armverlängernden Bambusstäben in den Bühnenhimmel steigen). Ihre technischen Innovationen, die sie sich zum Schutz gegen Nachahmerinnen in vielen Ländern patentieren ließ, revolutionierten die Bühnentechnik. Sie experimentierte mit reflektierenden Materialien (unter anderem mit Radium, obwohl ihre Freundin Marie Curie ihr wegen der Gefährlichkeit heftig davon abriet), Konstruktionen aus Spiegeln und Glasflächen und vor allem Beleuchtungseffekten, mit denen sie auf nie dagewesene Art feinste Farb-Licht-Abstufungen, Stimmungen und Raumtiefe erzeugte – eine “Magierin des Lichts”.

Loïe Fuller begann ihre Karriere in Amerika als Schauspielerin und Sängerin auf Boulevardbühnen. Doch ihr Traum war der Tanz und Paris. Dort trat sie ab 1892 vor allem in Varietés auf, für das Folies-Bergère wurde sie jahrelang zum Aushängeschild. Sie begeisterte die bedeutendsten Künstler ihrer Zeit, allen voran Toulouse-Lautrec, der eine Serie wunderbarer Lithografien nach ihrem Bild schuf. Ihr elegant schwingendes Kostüm wurde zum zentralen Ornament des aufkommenden Jugendstils, zahlreiche Designer (u.a. Lalique) verwandten Motive aus ihren Tänzen für Lampenfüße, Glasfenster, Gebäudeschmuck.

1900 zur großen Weltausstellung konnte sie sich in Paris ein eigenes Theater bauen lassen. Dort wie auch auf zahlreichen Tourneen durch Europa, Nord- und Mittelamerika präsentierte sie ihre Inszenierungen mit den jungen Tänzerinnen ihrer Pariser Tanzschule, und gab anderen Künstlerinnen Auftrittsmöglichkeiten – den bis dahin in Europa wenig bekannten japanischen Schauspielerinnen Sada Yacco und Hanako und später berühmten Kolleginnen der nachfolgenden Generation, wie Isadora Duncan.

Bei der Arbeit wie auch im Leben wurde sie von ihrer siebzehn Jahre jüngeren Partnerin begleitet. Gab Sorère (eigentlich Gabrielle Bloch) hatte sich schon als ganz junge Frau in die bereits berühmte Tänzerin verliebt; von 1898 bis zu Loïe Fullers (schrecklichem Brustkrebs)Tod, 1928, blieben sie zusammen. Gab teilte Loïes Interesse an dem neuen Medium Film, leitete die Dreharbeiten zu Le lys de la vie, nach einem Märchen ihrer gemeinsamen Freundin Königin Marie von Rumänien, und führte noch bis in die 1950er Jahre das Loïe-Fuller-Ballett.

Verfasserin: Andrea Schweers

http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/loie-fuller/ (03.11.2019)

 

https://www.youtube.com/watch?v=BZcbntA4bVY